Literatur in Grün

Heuer öffnet das Renaissanceschloss Deutschkreutz (im Besitz des Malers Anton Lehmden) seine Pforten zum siebenten Mal, um der Österr. Literatur eine angemessene Plattform zu bieten.

Lesungen:
– Franzobel “Österreich ist schön”/”Picus”/”Phantasia,Kinderbuch”
– Dine Petrik Lyrikband “wortreich.verschwiegen”/”Bibliotheca
Alexandrina”
– Sophie Reyer “baby blue eyes”/”insektizid”, unpubliziertes
Manuskript
– Franz Schuh “Querbeet”
– Katharina Tiwald “Die Messe”

“DER BRIEFWECHSEL” von Thomas Bernhard & Siegfried Unseld
Gelesen von Raimund Fellinger (Suhrkamp Verlag) und Dr. Martin Huber (Thomas Bernhard Archiv)

“AN DER BAUMGRENZE” von Thomas Bernhard, die Neuauflage
Gelesen von Martin Schwab/Burgtheater Wien

Moderation: Gabriele Madeja / BUCH WIEN Lesefestwoche

Literatur zum Anfassen in einer harmonischen Symbiose zwischen
Literaturgenuss, ländlichem Flair und geschichtsträchtigem Ambiente mit Inhalten von einer Qualität, die man sonst nur in Ballungszentren erlebt.

Das überregionale Publikum genießt hier neben der Begeisterung für
Literatur auch die Wirkungsstätte von Anton Lehmden, Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Österreichs gilt.
Rahmenprogramm:
Spanien kulinarisch zu Gast / Vitikult präsentiert Spitzenrotweine
Riesiges Lesezelt im Schlosshof / Veranstaltung bei jedem Wetter !

“LITERATUR IN GRÜN 2010”
Datum: 12.6.2010, 13:00 – 19:00 Uhr
Ort: Schloss Deutschkreutz, 7301 Deutschkreutz

Der Literaturpapst ist 90: Marcel Reich-Ranicki

streitbar, witzig und pointiert- zum 90. Geburtstag (2. Juni) des deutschen Literaturkritikers: Zitate und was andere über ihn sagen:

“Manchmal ist eine Schreibblockade für die Leser ein Segen, das wollen wir nicht vergessen.”
(im “Literarischen Quartett” am 15. Dezember 1994)

“Viele Autoren und Kritiker hegen ein Misstrauen gegen unterhaltsame Literatur. Ich sage stattdessen: Literatur darf nicht nur unterhaltsam sein, sie muss es sogar!” (im “Focus”, 2010)

“Reich-Ranicki ist ein begnadeter bis peinigender Polterer, der eine ungeheure verbale Gewalt ausüben kann.” (Hellmuth Karasek im “Stern”, 2000)

“Die Angst vor der deutschen Barbarei, das habe ich auch in meiner Autobiografie geschrieben, hat mich ein Leben lang begleitet.” (in “Frankfurter Allgemeine”, 2009)

“Ohne Eitelkeit gibt es kein Schreiben. Egal, ob Autor oder Kritiker – Eitelkeit muss dabei sein. Sonst entsteht nichts. Thomas Mann war wahnsinnig eitel, Richard Wagner auch, und Goethe und natürlich Schiller. (in “Die Weltwoche”, 2009)

“Seine letzten Bücher sind so misslungen, dass er jetzt kaum noch Chancen auf den Nobelpreis hat.” (vor der Vergabe des Nobelpreises an Günter Grass, 1997)

“Aufrichtigkeit ist die erste Pflicht des Kritikers.” (in der Talkshow “Menschen bei Maischberger”, 2004)

“Ich denke täglich an den Tod.” (Reich-Ranicki im “Focus”)

“Der Kritiker ist kein Richter, er ist der Staatsanwalt oder der Verteidiger.” (Reich-Ranicki im “Literarischen Quartett” am 15. Dezember 1994)

“Wenn ein deutscher Schriftsteller ihn erhalten sollte, und dies habe ich schon vor Jahren immer wieder gesagt, dann ist Grass der Richtige gewesen.” (zur Vergabe des Nobelpreises an Günter Grass, 1999)

“Er verübelt Juden, dass sie überlebt haben. Das ist kein Antisemitismus, das ist schon Bestialität.” (in “Die Welt” über das Buch “Tod eines Kritikers” von Martin Walser. Nach einer Klage des Schriftstellers musste Reich-Ranicki diese Äußerung von 2005 formal zurücknehmen)

Anerkennung für 2 starke Frauen

Das Rektorat und der Senat der Akademie der bildenden Künste Wien verlieh in Fortführung der Idee einer über die Institution hinausreichenden Gemeinschaft die Ehrenmitgliedschaft an Maria Lassnig und Friederike Mayröcker.

Friederike Mayröcker © Heide Heide

Die beiden großen Künstlerinnen stünden “nicht nur für eine Erneuerung und einzigartige Leistung in ihrer jeweiligen Kunst – der Malerei/bildenden Kunst und der Literatur – sondern für eine von ihnen mit Nachdruck “erfundene” und vertretene Rolle von Künstlerinnen im 20. und beginnenden
21.Jahrhundert”.

Maria Lassnig © Sepp Dreissinger

Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Maria Lassnig und Friederike Mayröcker würdigte die Akademie der bildenden Künste Wien deren große Verdienste und ihre Bedeutung für die zeitgenössische Kunst. Diese Ehrung will aber auch demonstrieren, wie dringlich an der Zeit die Anerkennung des Werkes von Künstlerinnen vor dem Hintergrund der bisherigen Ehrungen ist. In der Doppelehrung einer bildenden Künstlerin und einer Literatin, die beide eine Spitzenposition im künstlerischen Leben der Gegenwart einnehmen, drückt die Akademie der bildenden Künste Wien zudem ein Verständnis der Vielgestaltigkeit zeitgenössischer Kunst aus, das nicht nur durch epistemologische Imperative der Transdisziplinarität, sondern durch die große Geschichte des Hauses vorgebildet ist.
Die Liste der Ehrenmitglieder der Akademie der bildenden Künste Wien spiegelt die Geschichte dieser Institution auf beeindruckende Weise wider. Die Akademie wählte in einer über dreihundertjährigen Geschichte die zu Ehrenden aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens und der Künste – darunter befinden sich berühmte Namen wie: Zar Nikolaus I., Goethe, Schnitzler, Canetti, David, Klimt, Moore und als bisher einzige Frau Louise Bourgeoise. Seit 2000 wurden keine Ehrenmitgliedschaften am Haus mehr vergeben – mit der Verleihung an Lassnig und Mayröcker will die Akademie ihre Tradition wieder aufleben lassen.

Im Herbst

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Eigentlich war zuerst das Bild da. Besser gesagt: die Spinne war zuerst da. Denn als ich das Foto machte, war sie nicht mehr da. Sie hat mir aber ein Netz hinterlassen, das im Dunst der herbstlichen Nebel auf mich eine besondere Faszination ausübte. Im Sommer bringt mich kein Spinnennetz zum ekstatischen Ausflippen. Da hängt es halt einfach so rum. Basta!

Aber im Herbstnebel, wenn die Tropfen für kurze Zeit im Netz hängen bleiben, wie auf der Perlenkette einer Ausnahme-Schmuckdesignerin, dann……
ja dann ist das eine ganz andere Sache!

Passend dazu fand ich:
Wilhelm Busch’s “Im Herbst”

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Die ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis’ verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.

“Das teuerste Buch der Welt”, 2.Runde

Heute bekam ich wieder eine offizielle Pressemitteilung, die ich – ohne Kommentar meinerseits – den Interessierten nicht vorenthalten will!

daher – nur die “nackte Wahrheit”! Auch auf das Einfügen eines Pressebildes habe ich verzichtet, da ich mir nervige Reaktionen (siehe untenstehenden Beitrag zum selben Thema) ersparen möchte. Möge sich der Leser selbst “ein Bild machen” – oder sich das Bild auf dem verlinkten Presseportal ansehen!

Original-OTS:

International/Literatur/Unternehmen

Das teuerste Buch der Welt kostet 153 Millionen Euro

Zürich (ots) -
   - Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit
     unter: www.presseportal.ch/de/pm/100014305 -

   Der international noch unbekannte Autor Tomas Alexander Hartmann hat das bis dato teuerste Buch der Welt in das Verzeichnis der lieferbaren Buecher (VLB) aufnehmen lassen. Demnach hat das Buch "Die Aufgabe" (ISBN: 978-3-00-023396-8) 13 Seiten und ist mit dem Preis von 153 Millionen EUR verzeichnet.

   Von dem mit Abstand teuersten und lieferbaren Buch der Welt wird es allerdings nur ein einziges Exemplar geben. Das Buch wird auf der Book Expo Amerika 2008 in Los Angeles vom 29.Mai bis 1.Juni 2008 und auf der Buch Wien erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

   Hartmann, der sich selbst als grössten Philosophen aller Zeiten bezeichnet ist auf jeden Fall der Teuerste. Die Times verglich kürzlich die Preise von Hartmann und "Harry Potter" Autorin Rowling und kam bei "The Task" auf den stolzen Seitenpreis von 8,3 Mio. Pfund, pro Seite.

   Auf die Frage, wie er auf diesen Preise käme sagte Hartmann, er habe für die 13 Seiten der Aufgabe mehr als 30 Jahre gebraucht und im übrigen ist der Preis einer Sache erst dann wirklich frei, wenn man ihn ohne Zwang betrachtet.

   Bereits im April wird Tomas Alexander Hartmann seine phil. Dichtung auf der internationalen Buchmesse in Linz vom 23. bis 27. April vorstellen. Für das vergleichsweise kostengünstige und auf tausend Exemplare limitierte  Werk von noch 1530 EUR hat Hartmann aber bereits eine Preiserhöhung angekündigt.

   Für den Fall nämlich, dass Hartmann mit dem Band einen Literaturpreis gewinnt wird das Buch 1,53 Mio. EUR kosten.

   ots Originaltext: Xite GmbH